Hepautocell - autologe Matrix-induzierte Leberzelltransplantation
Bei Hepautocell handelt es sich um ein neuartiges Verfahren zur Therapie von Patienten mit Leberzirrhose auf Basis eines Tissue Engineering von Lebergewebe durch autologe Matrix-induzierte Leberzelltransplantation. Hierbei wird dem Patienten in einem individuellen Heilversuch in einer ersten Operation ein Teilstück zirrhotischer Leber entnommen, sowie eine kleine Probe Pankreaszellen. Aus dem mit Bindegewebe durchsetzen zirrhotischen Lebergewebe werden im Labor freie Leberzellen gewonnen, die zusammen mit den Pankreaszellen auf einer abbaubaren porösen Matrix angesiedelt werden. Mehrere so mit körpereigenen Zellen besiedelte Matrixchips, die jeweils etwa die Größe einer 2 Euro Münze besitzen, werden in der Regel nach drei Tagen dem Patienten in einem zweiten Operationsschritt wieder eingesetzt.
Das Hepautocell Verfahren wurde als individueller Heilversuch bereits bei mehr als 50 Patienten angewendet. Für über 20 dieser Patienten liegen bereits Langzeit-Erfahrungen über mindestens zwei Jahre vor. Die klinischen Ergebnisse zeigen, dass die autologe Matrix-induzierte Hepatozytentransplantation die Leberfunktion bei Patienten mit Leberzirrhose verbessern kann und ihre Lebenserwartung verlängern kann. Die Publikation dieser Ergebnisse findet sich hier.
Derzeit wird eine klinische Studie geplant, um die Wirksamkeit des Hepautocell Verfahrens gegenüber konventioneller Therapie weiter zu untersuchen.
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